SWOT Bewerbung: 
Stärken-/Schwächen-Analyse

Bestandsaufnahme & Selbsterkenntnis!

Selbsteinschätzung Ihrer persönlichen Stärken und Schwächen mit Hilfe der SWOT-Analyse

Könnten Sie auf Anhieb erklären, was Sie als Mensch auszeichnet? Könnten Sie aus dem Stegreif Kenntnisse und Fähigkeiten aufzählen, die Sie auszeichnen? Könnten Sie sich spontan vor anderen Menschen Schwächen eingestehen, ohne sich dabei gleich in ein allzu schlechtes Licht zu rücken? Können Sie das alles auch so durchdacht, dass Sie am Ende Ihr Gegenüber von sich überzeugen? Sollten Sie eine oder auch mehrere der eben gestellten Fragen mit „Nein“ beantworten, dann ist das nicht schlimm: Viele Menschen befinden sich in der gleichen Situation wie Sie!

Wir von benscon haben es uns zur Aufgabe gemacht, Menschen in solchen Situationen zu unterstützen. Im folgenden Guide finden Sie Antworten auf die verschiedensten Fragen in Bezug auf Ihre persönlichen Stärken und Schwächen.

Bei den persönlichen Stärken werden wir ihnen helfen, die Richtigen zu finden und diese auch angemessen in einem Vorstellungsgespräch zu kommunizieren. Die goldene Regel lautet hier: nicht geizen, aber auch nicht überreizen.

Bei den persönlichen Schwächen wird es vor allem darum gehen, wie man mit ihnen am besten umgeht und sie vorteilhaft kommuniziert. Wir alle sind nur Menschen, nicht auf jedem Gebiet und in jedem Moment fehlerfrei zu sein ist normal. Schwächen zu haben und sie zuzugeben ist demnach also nur logisch. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie dies am besten tun und was Sie dabei unter allen Umständen vermeiden sollten: die Do‘s und Dont‘s der Selbsteinschätzung.

Als Königsdisziplin werden wir Ihnen die Methode der persönlichen SWOT-Analyse vorstellen. Sie hilft, die zuvor identifizierten persönlichen Stärken und Schwächen in einen sinnvollen Kontext zu setzen und sie mit relevanten externen Faktoren zu verknüpfen. Wir werden Ihnen Schritt für Schritt näherbringen, wie Sie die SWOT-Analyse anwenden. Zudem werden Beispiele vorgestellt, welche die Thematik und Vorgehensweise noch einmal vereinfacht erläutern.

Sie fragen sich, warum wir die richtigen Ansprechpartner sind in Sachen kritischer Selbstreflexion, Selbsteinschätzung von Stärken und Schwächen und einer angemessenen Form der Kommunikation? Wir von benscon sind erfahrene Personaler, die im aktiven Berufsleben stehen. Wir haben bereits Tausende von Bewerbungen gesichtet und Vorstellungsgespräche geführt. Wir wissen genau, wie Unternehmen und deren Personalabteilungen ticken und worauf es zu achten gilt. Diese Kenntnisse und Erfahrungen wollen wir an Sie weitergeben. Zum einen, damit Sie sich persönlich besser einschätzen können. Es hilft ungemein, wenn man die eigenen Fähigkeiten kennt und kommunizieren kann. Zum anderen wollen wir Sie natürlich fit machen für Ihre erfolgreiche Bewerbung. Das Ziel ist schließlich immer: Die nächste Bewerbung ist Ihre letzte!

Persönliche Stärken

Wenn es darum geht, die eigenen Stärken und Schwächen zu nennen, fällt es uns meistens bedeutend leichter uns auf das zu fokussieren, worin wir gut sind. In der Regel sind diese persönlichen Stärken auch die Eigenschaften, mit denen wir uns selbst identifizieren, wie wir uns als Person sehen oder gesehen werden wollen. Vor allem in Situationen wie der eines Vorstellungsgesprächs besteht dabei die Gefahr, die relevanten Aspekte der eigenen Fähigkeiten nicht klar genug zu kommunizieren. Häufig hilft es, sich die folgenden drei Tipps in Erinnerung zu rufen:

Demut ist auch eine Stärke

Wenn Sie ganz offen danach gefragt werden, worin Sie gut sind oder was Sie auszeichnet, dann seien Sie offen und ehrlich! Schließlich wurden Sie dazu aufgefordert zu erzählen, was genau Sie ausmacht und vielleicht auch aus einem Kreis an Mitbewerbern hervorstechen lässt. Allerdings sollten Sie sich immer die Frage nach dem richtigen Maß stellen. Angeber, Protzer und Prahler sind Persönlichkeiten, die bei einer Einstellung gerne übergangen werden. Die Formel lautet hier: nicht geizen, aber auch nicht überreizen.

Im Hinterkopf behalten: Wonach sucht mein Gegenüber?

Bleiben Sie fokussiert und überlegen Sie, welche der Eigenschaften, die Sie auszeichnen, Ihr Gegenüber im Kontext des Gespräches überzeugen könnte. Sollten Sie sich beispielsweise auf den Job als Vorarbeiter im Dachdeckergewerbe bewerben, sind Ihrem Gegenüber Ihre Fähigkeiten als Fußball-Trainer wahrscheinlich herzlich egal. Die Gabe allerdings, Mitmenschen etwas beizubringen und der Fakt, dass Sie auch abseits des Berufes Führungsqualitäten beweisen, werden sich als wertvolle und gern gesehene Qualitäten erweisen.

Bleiben Sie nicht allgemein, werden Sie spezifisch

Stärken zu nennen, die einen nur angeblich auszeichnen, ist schnell getan. Sie jedoch anhand von Geschichten aus dem eigenen beruflichen oder auch privaten Alltag verdeutlichen und belegen zu können, beinhaltet weitaus mehr Überzeugungskraft. Nennen Sie also konkrete Beispiele, um wirklich Eindruck zu hinterlassen und Ihre persönlichen Stärken greifbar zu machen.

Wie finde ich meine persönlichen Stärken?

Mit den genannten Tipps haben Sie eine erste Hilfestellung, wie persönliche Stärken bei einer Bewerbung oder in einem Vorstellungsgespräch effektiv kommuniziert werden können, Nun fragen Sie sich aber vielleicht: „Wie finde ich denn meine persönlichen Stärken“. Wenden Sie sich am besten an die Menschen, die Sie gut kennen: An Ihre Familie, an Freund*innen, Arbeitskolleg*innen und fragen Sie diese nach Ihren Stärken. Neben den offensichtlichen Fragen wären zum Beispiel die Folgenden geeignet, um in ein produktives Gespräch zu starten:

  • Wann habe ich dich/Sie schon einmal positiv überrascht?
  • Hast du/haben Sie mir schon mal eine Leistung nicht zugetraut, die ich am Ende dann aber zur vollen Zufriedenheit erfüllt habe?
  • Kannst du dich an eine Situation oder Aufgabenstellung erinnern, in der ich mich mit voller Konzentration und Aufmerksamkeit einem Thema gewidmet habe, weil ich total begeistert und interessiert daran war?
  • Auf welchem Gebiet habe ich mich deiner/Ihrer Meinung nach in den letzten ein bis zwei Jahren am meisten verbessert?

Mit den Antworten aus den geführten Gesprächen im Hinterkopf begeben Sie sich dann in eine Phase der Selbstreflexion. Überlegen Sie ganz allein, was Ihrer Meinung nach besonders an Ihnen ist. Die oben verwendeten Fragen können Sie sich dazu in abgewandelter Form auch selbst stellen. Schließlich entscheiden Sie am Ende darüber, was Ihre Kernkompetenzen sind. Um jedoch im besten Fall auch direkt konkrete Beispiele für Stärken zu erhalten, hilft es, die Fragen noch etwas zu konkretisieren. Sie zielen dabei auf reale Ereignisse aus Ihrem persönlichen und beruflichen Leben ab:

  • Wie reagieren Sie im Job auf extern (vom Chef, Kollegen oder Kunden) verursachten Stress?
  • Wie gehen Sie damit um, wenn Sie vor eine Aufgabe gestellt werden, der Sie Ihrer Meinung nach nicht gewachsen sind?
  • Wie gehen Sie damit um, wenn Sie erfolgreich sind oder Lob erhalten?
  • Wie gehen Sie damit um, wenn Sie mit Menschen zusammenarbeiten müssen, mit denen Sie sich nicht sonderlich gut verstehen?
  • Wie reagieren Sie auf eigene Fehler?
  • Wie reagieren Sie auf gerechtfertigte Kritik, wie auf ungerechtfertigte?
  • Wenn Sie sich auf drei Ihrer guten Eigenschaften festlegen müssten, welche wären das?

In dieser Phase der Selbstreflexion ist es ungemein wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein. Nur so werden Sie am Ende zu einem Ergebnis kommen, dass Ihnen wirklich weiterhilft. Denn gute Personaler und Vorgesetzte merken Ihnen häufig im Vorstellungsgespräch direkt an, wenn Sie nicht ehrlich sind. Eine gute Vorbereitung und Ehrlichkeit ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

Liste der persönlichen Stärken

Häufig fällt es schwer, Beispiele mit konkreten Eigenschaften in Verbindung zu bringen. Angenommen, Sie haben eine Situation vor Augen, bei der Sie sich in der jüngeren Vergangenheit hervorragend haben zeigen können. Vielleicht haben Sie sogar von Mitmenschen Lob und Anerkennung für Ihre Leistung erhalten. Aber wie genau formuliert man daraus nun eine Stärke?

In diesem Kontext ist es wichtig zu wissen, dass Kenntnisse und Fähigkeiten abseits der formalen Qualifikationen (wie die abgeschlossene Ausbildung etc.) immer wichtiger werden. Natürlich zählen bei der Bewerbung auf eine Stellenanzeige zu allererst die fachlichen Anforderungen. Im weiteren Verlauf können Sie als Bewerber*in jedoch vor allem mit informellen Stärken und Kompetenzen, den sogenannten Soft Skills, überzeugen. Diese gewinnen zunehmend an Bedeutung.

In der folgenden Auflistung haben wir eine ganze Menge solcher Stärken aufgelistet. Jede einzelne davon lässt sich auf verschiedene Bereiche der Arbeitswelt anwenden und kann eine Qualität sein, die von potenziellen Arbeitgeber*innen gesucht und geschätzt wird. Aber Vorsicht: Auch hier gilt es, sich nicht mit fremden Federn zu schmücken, sondern sachlich und ehrlich zu argumentieren: Was kann ich gut? Was zeichnet mich aus?

Kreativität

Sie schaffen es, in den unterschiedlichsten Situationen schöpferisch tätig zu werden und mit eigenen, originellen Methoden und Ansätzen Aufgaben anzugehen und zu erledigen. Ihre Ergebnisse sind dabei teilweise verblüffend neuartig, trotzdem aber im Sinne der Aufgabenstellung nützlich und brauchbar. Sie probieren sich gerne aus und werden im wahrsten Sinne des Wortes erfinderisch.

Belastbarkeit

In Drucksituationen, egal ob bei der Arbeit oder im Privaten, werden Sie weder hektisch noch hysterisch. Im Gegenteil: Sie bewahren einen kühlen Kopf und handeln überlegt und besonnen. Sie wissen ziemlich gut, was es zu tun oder auch zu lassen gilt, um trotz des externen Drucks ein gutes Ergebnis zu erhalten.

Durchhaltevermögen

Ganz gleich, wie anstrengend bestimmte Aufgaben oder Projekte auch sind und wie stark Sie sich körperlich und auch geistig ausgelastet fühlen: Sie bleiben am Ball! Sie lassen sich nicht hängen und motivieren sich in Momenten der Schwäche wieder und wieder aufs Neue selbst. Sie zeichnen sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber eintretender Ermüdung oder auch Lustlosigkeit aus und erholen sich nach einer Belastung auch schnell wieder.

Aufgeschlossenheit

Aufgeschlossenheit heißt nicht, dass Sie sich mit allem und jedem gut zu stellen haben und immer nur „Ja“ und „Danke“ sagen. Was Sie auszeichnet, ist eine stets offene Geisteshaltung gegenüber Neuem. Egal, ob es eine Arbeitsanweisung der höchsten Management-Ebene oder der neue Lebenspartner einer guten Freundin ist: Sie geben den Dingen immer eine Chance und lehnen Nichts von vornherein ab.

Innovatives Denken

Sie sind dafür bekannt, in Ihrer Denkweise auch den ungewöhnlichsten Lösungsansatz nicht auszuschließen, solange dieser Ihrer Ansicht nach erfolgreich sein könnte. Sie sind ein Querdenker im besten Wortsinn! Dabei lassen Sie sich nicht von herkömmlichen Vorgehensweisen oder Arbeitsabläufen einschränken. Ihre Meinung und Sicht auf die Dinge sind gerne gefragt, wenn andere meinen, schon alles probiert zu haben. Genau dann wird Ihr innovatives Denken am meisten geschätzt.

Analytisches Denken

Wer sich durch analytisches Denken auszeichnet, geht die Dinge auf eine sehr strukturierte Art und Weise an. Die Situation wird auf ihr Problem hin erfasst, analysiert und in einzelne relevante Teil- und Unteraspekte gegliedert. Systematisch wird nun an Strategien zur Problemlösung gearbeitet. Vor allem komplexe Zusammenhänge können so schnell durchschaut und in Teilaspekte und -aufgaben aufgebrochen werden. Für viele Unternehmen sind solche Fähigkeiten Gold wert.

Abstraktionsvermögen

Die Fähigkeit des abstrakten Denkens hilft uns, in verschiedenen komplexen Sachverhalten übergeordnete Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten zu erkennen. Diese erleichtern im Nachhinein den Umgang mit weiteren komplexen Sachverhalten und Prozessen. Nimmt man zwei Projekte im Arbeitsalltag als Beispiel, würde man hier möglicherweise identische Arbeitsabläufe und Prozesse identifizieren, die dann als Regeln abgeleitet werden können und so das Arbeiten erleichtern. Thematisch muss dabei gar nicht zwingend ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Projekten bestehen. Dank des abstrakten Denkens lassen sich trotzdem wertvolle Gemeinsamkeiten finden.

Begeisterungsfähigkeit

Die Fähigkeit, sich für Dinge begeistern zu können ist eine weitgehend unterschätzte Stärke. In vielen Situationen des Lebens hilft uns ein hohes Maß an Eigenmotivation (intrinsische Motivation), um gerade schwierige Aufgaben anzugehen oder zu Ende zu bringen. Wer sich für etwas begeistern kann, steht den Dingen positiv gegenüber, hat Spaß an der Tätigkeit und wird mit Sicherheit schneller zu einem besseren Ergebnis kommen.

Organisationtalent

Als Organisationstalent verlieren Sie nie den Überblick über ihren Tages- und Wochenablauf. Sie wissen stets Bescheid, welcher Aufgabe Sie sich als nächstes stellen sollten, um auch wirkliche jede Frist einzuhalten. Sie sind stets gut vorbereitet und wissen schon Tage im Voraus, was ansteht. Spontane Änderungen haben Sie zwar nicht so gerne, letztlich ist aber auch dafür in Ihrem übersichtlichen Terminplan immer noch Platz. Die Geburtstage der Kolleg*innen vergessen Sie übrigens (vielleicht auch Dank der eigens angefertigten Excel-Liste) nie.

Teamgeist

In der modernen Arbeitswelt wird es immer wichtiger, mit verschiedensten Menschentypen als Team gut zu funktionieren. Wer in wechselnden Projekten mit verschiedenen Kolleg*innen nur auf die eigene Person und Leistung bedacht ist, steht sich selbst am meisten im Weg. Egal ob als Dachdecker*in auf Montage, ob im Management eines mittelständischen Unternehmens oder als Pflegekraft in der Betreuung von Patient*innen: Überall ist Teamgeist der Schlüssel zum Erfolg und für ein gutes Arbeitsklima.

Durchsetzungsvermögen

Im Privaten und auch im Beruflichen geht es mitunter auch kontrovers zu. Wenn Sie sich Ihrer Sache sicher sind, heißt es: durchbeißen! Natürlich nicht um jeden Preis, aber auch nicht immer nach dem Motto „der Klügere gibt nach“. Denn wer zu schnell nachgibt, läuft Gefahr in Zukunft direkt übergangen zu werden. Zeigen Sie auch mal klare Kante und schärfen Sie ihr Profil. Achten Sie dabei immer auf einen respektvollen und höflichen Umgang und bleiben Sie sachlich.

Selbstvertrauen

Ohne Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten tut man sich in der Regel schwer. Ein gesundes Selbstbewusstsein ist eine Kernkompetenz, um sich gegenüber Mitbewerber*innen in den verschiedensten Situationen zu profilieren. Ein selbstbewusstes Auftreten hinterlässt Eindruck und vermittelt ein Gefühl der Sicherheit. Zeigen Sie, dass sie in sich selbst vertrauen. Dann werden andere das auch tun.

Kompromissbereitschaft

Auch wenn es sich in der Regel lohnt, Anweisungen, Aufgaben und Aussagen zu hinterfragen, kommt man in Diskussionen immer an einen gewissen Punkt, an dem ein Kompromiss gefunden werden muss. Wer dann bereit ist, im Sinne eines gemeinschaftlichen Ergebnisses und Erfolges die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, wird langfristig gesehen schneller Steine aus dem Weg räumen können. Wer bis zum Äußersten auf dem eigenen Standpunkt und Recht beharrt, wird sich in Zukunft wohl mit ganz anderen Problemen konfrontiert sehen. Die Devise lautet hier: Einen Schritt zurück, dann zwei Schritte nach vorne.

Kommunikationstalent

Wer gut mit Worten umgehen kann und sich auszudrücken versteht, kann Menschen von seiner Meinung überzeugen. Auch in unangenehmen Situationen findet sich ein Weg, dass jeder mit einem Lächeln den Raum verlässt. Wer es versteht, im richtigen Maße wortgewandt und charmant zu kommunizieren, wird viele Vorteile daraus ziehen können. Gepaart mit harter Arbeit ist dies eine Fähigkeit, die Erfolg verspricht.

Führungsqualitäten

Führungsqualitäten können sich auf verschiedene Art und Weise zeigen und ausüben lassen. Manche Menschen verfügen über eine natürliche Autorität, andere wiederum überzeugen durch fachlichen Wissensvorsprung, wieder andere sind geborene Sympathieträger. Die Fähigkeit, eine Gruppe von Menschen zum zielorientierten und harmonischen zusammenarbeiten zu bringen, ist enorm wertvoll und gern gesehen.

Einfühlungsvermögen

Oft sind es die Zwischentöne, die über Zu- oder Abneigung entscheiden. Wer also im Job dazu fähig und bereit ist, die Emotionen, Empfindungen, Motive und persönlichen Merkmale eines anderen Menschen nachzuempfinden, wird daraus in der direkten Beziehung zu dieser Person und auch generell im Arbeitsalltag viele Vorteile ziehen können.

Fachliche Stärken und Kompetenzen

Neben den bereits angeführten Stärken sind selbstverständlich die fachlichen Kompetenzen (Abschluss, Ausbildung, zusätzlich erworbene Qualifikationen) von besonderer Wichtigkeit. Wenn sie also dem angestrebten Job dienlich sind, sollte man sicherstellen, die eigenen fachlichen Stärken und ggf. erworbenen Zusatzqualifikationen zu kommunizieren. 

Stärken im Vorstellungsgespräch kommunizieren

Spätestens nachdem Sie unseren kleinen Test zu den persönlichen Stärken (Der Test wird in Kürze dieser Seite hinzugefügt) durchlaufen haben, sollten Sie nun eine relativ genaue Vorstellung von Ihrem eigenen Profil haben. Jeder Mensch kann schließlich mit Eigenschaften aufwarten, die ihn auszeichnen und besonders machen. Sind die eigenen Stärken und Kompetenzen einmal bekannt ist die nächste Hürde, sie sinnvoll und zielorientiert zu kommunizieren. Hier ist natürlich vor allem die Situation des Vorstellungs- beziehungsweise des Bewerbungsgespräches gemeint.

Um die größten Unbekannten bereits vorher aus dem Weg zu räumen, sollten Sie sich die folgenden Fragen stellen:

  • Was möchte ich erreichen?
  • Was erwartet mich?
  • Wer ist mein Gegenüber?

In Bezug auf Ihre Stärken wird es definitiv dazu kommen, dass Ihr Gesprächspartner oder Ihre Gesprächspartnerin sich nach diesen erkundigt. Vielleicht wird dies nicht in einer offen formulierten Frage geschehen. Sie können sich aber sicher sein, dass man Sie dazu auffordert, sich anhand Ihrer Kompetenzen von den anderen Bewerbern abzugrenzen. Um dann nicht ohne Antwort dazustehen und zu sehr improvisieren zu müssen, raten wir Ihnen, die folgenden drei Punkte zu beherzigen:

1. Bereiten Sie sich vor

Es gibt keine Frage, deren Antwort Sie sich nicht vorher schon in Ansätzen überlegt haben könnten. Je besser Sie sich auf mögliche Szenarien vorbereiten, desto leichter werden Sie Ihnen fallen, sollten sie tatsächlich eintreten. Auch das vielgelobte freie und improvisierte Reden, welches das Gefühl von Authentizität vermittelt, klappt am besten, wenn man sich in der Thematik auskennt. Wenn Sie mögliche Antworten in Ansätzen vorbereiten, können Sie diese dann immer noch frei formulieren. Je besser Sie vorbereitet sind, desto sicherer werden Sie sich fühlen.

2. Verwenden Sie Praxisbeispiele

Selbst, wenn Sie Ihren allerersten Job anstreben, haben Sie bereits einiges an Lebenserfahrung sammeln können. Schildern Sie Situationen aus Ihrem Alltag, dem Ehrenamt oder Hobby, die Sie in Bezug auf eine Ihrer persönlichen Kompetenzen hin besonders gut gelöst haben. Sollten Sie bereits über Berufserfahrung verfügen, werden Ihnen sicher eine Vielzahl an Situationen in den Kopf kommen, die Sie im Gespräch verwenden können. Trauen Sie sich zu erzählen! Allerdings sollte stets der Bezug zur Situation des Vorstellungsgespräches vorhanden bleiben. Geraten Sie nichts ins Plaudern! Wählen Sie Geschichten, die auch zum Kontext des Unternehmens und der angestrebten Stelle passen.

3. Bleiben Sie ehrlich

Selbst, wenn man nicht alles im Moment des Vorstellungsgespräches überprüfen kann, können erfundene Kompetenzen und ausgeschmückte Selbstbeschreibungen im Nachhinein für viel Unzufriedenheit sorgen. Bleiben Sie daher bei den Stärken, mit denen Sie tatsächlich glänzen können. Sie haben mehr davon, wenn Sie sich nicht selbst „über den grünen Klee loben“, sondern sachlich und mit Beispielen unterfüttert argumentieren. Sollte es vorkommen, dass Sie mal keine Antwort haben, dann geben Sie das zu. Niemand ist perfekt! Im Gegenteil sogar: Wer zugibt, auch mal nichts zu sagen zu haben, dessen Wort wiegt mehr, wenn er/sie tatsächlich etwas zu sagen hat.

Vielleicht stellen Sie sich die Frage, warum diese drei Punkte in Bezug auf die Kommunikation Ihrer persönlichen Stärken und Kompetenzen im Vorstellungsgespräch so wichtig sind. Überlegen Sie einmal, warum Ihnen Ihr Gegenüber die Fragen nach Ihren Stärken stellt. Sie werden dabei nicht nur auf Qualitäten hin geprüft, die Sie für den Job qualifizieren. Gleichzeitig bieten Sie Ihren Gesprächspartnern nämlich noch tiefere Einblicke. Sie zeigen, dass Sie über eine gute Selbsteinschätzung verfügen, dass Sie sich bereits im Vorhinein über die zu vergebende Stelle und das Unternehmen Gedanken gemacht haben und Sie den Bezug zwischen Ihren Stärken und den Anforderungen der Stelle herstellen können. Wenn Sie es schaffen diesen Eindruck zu vermitteln, haben Sie auf jeden Fall eine gute Bewertungsgrundlage gelegt.

Persönliche Schwächen

Im Verlauf dieses Ratgebers wurde bereits festgestellt, dass jeder Mensch Stärken und Kompetenzen aufweisen kann, die Ihn auszeichnen und vielleicht sogar im Vergleich zu anderen Menschen besonders machen. Genauso kommt allerdings auch niemand ohne die kleinen und größeren Schwächen aus, die uns im wahrsten Wortsinn so menschlich machen. Fehler und persönliche Defizite, so wir sie denn erkennen, haben einen immens wichtigen Anteil an unseren Lern- und Entwicklungsprozessen. Von daher ist es auch in der Situation eines Bewerbungsgespräches nur logisch, dass Bewerber*innen nach ihren Schwächen gefragt werden und diese auch zugeben sollten. Allerdings kommt es dabei ganz stark auf das „Wie“ an. Deswegen geben wir Ihnen hier ein paar Tipps, wie Sie sich in Bezug auf Ihre persönlichen Schwächen in einem Vorstellungsgespräch am besten verhalten sollten.

Dont’s – Was sollte ich auf gar keinen Fall sagen, wenn ich nach meinen persönlichen Schwächen gefragt werde?

Floskeln und Standardphrasen verwenden. In jedem Vorstellungsgespräch, dass Sie führen, sollten Sie versuchen, sich von Ihren Mitbewerber*innen abzugrenzen. Das gelingt Ihnen natürlich nicht, wenn Sie genauso klingen wie der ganze Rest. Sätze wie „Ich arbeite einfach zu viel“, oder „Ich bin einfach Perfektionist*in“ kommen nicht gut an. Vor allem dann nicht, wenn Sie auf Beispiele, welche Ihre Aussage untermauern könnten, verzichten. Auch die Methode „Stärken in Schwächen umdeuten“ ist nicht gern gesehen. Zum einen lässt sie sich viel zu leicht durchschauen und zum anderen könnten Sie Ihren Gesprächspartner*innen damit suggerieren, dass Sie eigentlich nur von Ihren eigentlichen Schwächen ablenken wollen.

Ausschweifend über persönliche Probleme sprechen. Auch bei den Fragen nach Ihren Schwächen sollten Sie immer sehr genau selektieren, was im Kontext des Vorstellungsgespräches relevant ist und was nicht. Ihr/e potentielle/r Arbeitgeber/in hat kein Anrecht darauf, alles aus Ihrem Privatleben zu erfahren, nur weil es eine Ihrer Schwächen betrifft. Seriöse Arbeitgeber*innen sind an solchen Themen zudem gar nicht interessiert. Es interessieren viel mehr die Schwächen, die einen Bezug zu der zu besetzenden Stelle und den dort gestellten Anforderungen aufweisen.

Mit den eigenen Schwächen hausieren. Der wohl wichtigste Punkt ist der Balanceakt zwischen ehrlichem Kommunizieren von eigenen Schwächen und dem Disqualifizieren für die angestrebte Stelle. Natürlich haben Sie sich schon im Vorhinein nur auf Stellen beworben, auf welche Sie dank Ihrer formalen Qualifikationen und persönlichen Kompetenzen auch eine Chance haben. Allerdings gibt es immer Schwächen, die man im Gespräch besser nicht kommunizieren sollte. Beispielsweise sollte man bei einer Bewerbung auf einen Job im Rechnungswesen möglichst nicht auf die eigenen Defizite im Kopfrechnen hinweisen. Zwar wird Ihnen diese Schwäche dank exzellenter Beherrschung der notwendigen Programme und Hilfsmittel wohl nie zur Last werden. Allerdings hinterlässt Sie in einer Branche mit so starken Überschneidungen zur Mathematik einen sehr faden Beigeschmack.

Do’s – Wie kommuniziere ich meine persönlichen Schwächen am besten?

Belegen Sie anhand von Beispielen den reflektierten Umgang mit Ihren Schwächen. Es sind vor allem die Schwächen, welche man seit langem hat und kennt, die man kommunizieren sollte. Denn man weiß mit Ihnen umzugehen. Ungeduldige Personen warten zwar äußerst ungern auf die Zuarbeit eines Kollegen oder einer Kollegin, werden aber vielleicht in der Zeit des Wartens besonders produktiv, um nicht in Rage zu verfallen. Letztlich ist es weniger wichtig, wie genau Sie mit Ihren Schwächen umgehen. Viel wichtiger ist, dass Sie es überhaupt tun und sich selbstkritisch mit der Thematik auseinandersetzen. Zeigen Sie ihrem Gegenüber, dass Sie aus Fehlern und persönlichen Schwächen lernen wollen und können.

Proben Sie das Kommunizieren von Schwächen mit einer Vertrauensperson. Der Vorteil ist, dass Sie während des Übens mit einem Menschen reden, der Sie und Ihre Schwächen kennt. Zum einen fällt es Ihnen dann leichter, über so unangenehme Dinge wie die eigenen Defizite zu sprechen. Zum anderen erhalten Sie ehrliches Feedback und können dieses verwenden, um im eigentlichen Vorstellungsgespräch noch überzeugender zu agieren.

Haben Sie keine Angst davor, authentisch zu wirken. Dass es Ihnen eventuell unangenehm ist, über die eigenen Fehler zu reden, ist vollkommen ok! Niemand erwartet von Ihnen eine durch und durch souveräne Präsentation Ihrer Schwächen. Sie sollten sich auf die vorangegangenen Punkte konzentrieren und nicht versuchen, so cool und eiskalt wie möglich zu sein. Bleiben Sie authentisch und versuchen Sie nicht zu verstecken, was sowieso jeder weiß: Schwächen haben wir alle.

Die SWOT-Analyse

Allgemeine Einführung zum Begriff SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse kommt ursprünglich aus der Wirtschaftswissenschaft und ist eine Methode zur strategischen Unternehmensplanung und -steuerung. Der Begriff SWOT leitet sich aus dem Englischen ab und steht für „Strengths“ (Stärken), „Weaknesses“ (Schwächen), „Opportunities“ (Chancen) und „Threats“ (Risiken/Gefahren). Sie ist eine effektive Methode zur Analyse und Reflektion der eigenen Stärken und Schwächen, welche mit erkannten möglichen Chancen und Risiken ins Verhältnis gesetzt werden.

Die Methode verspricht dank ihrer Einfachheit eine schnelle und trotzdem effektive Analyse des aktuellen Standes in Bezug auf eine Problemstellung. Mit der Problemstellung ist dabei der Kontext gemeint, auf welchen sich die Analyse bezieht. Dies kann beispielsweise die Wettbewerbssituation eines Unternehmens oder das Abwägen der Faktoren für eine mögliche Kooperation sein. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen des simplen Aufbaus und der einfachen Ausführung, fördert sie nachvollziehbare Ergebnisse zu Tage, an denen man sich strategisch ausrichten und orientieren kann.

Wie erstelle ich eine SWOT-Analyse im Bereich der persönlichen Stärken und Schwächen?

Die eben genannten Vorteile der SWOT-Analyse wollen wir uns zunutze machen. Denn auch im Bereich der persönlichen Selbsteinschätzung und -reflektion wird die SWOT-Analyse gerne eingesetzt. Hier geht es darum, in verschiedenen Kontexten (zum Beispiel in Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch) die persönlichen Stärken und Schwächen aus Ihrer Sicht (interne Analyse) zu analysieren und sie mit potentiellen Chancen und Risiken (externe Analyse) ins Verhältnis zu setzen.

Der Grund für eine Aufspaltung in interne und externe Analyse ist schnell erklärt. Die persönlichen Stärken und Schwächen beruhen ausschließlich auf Dingen, die von Ihnen selbst als Person ausgehen und beeinflusst werden können. Sie werden von internen Faktoren bestimmt. Die externe Analyse dagegen bezieht sich mit ihren Chancen und Risiken auf von außen wirkende Einflussfaktoren. Auf diese haben Sie als Person in der Regel keinen Einfluss. Sie können Sie nur identifizieren und sich zunutze machen (Chancen) oder aber auch möglicherweise negativ von Ihnen beeinflusst werden (Risiken).

Die SWOT-Analyse Schritt für Schritt – So gehen Sie vor:

Sie benötigen für Ihre SWOT-Analyse keine besonderen Materialien. Suchen Sie sich etwas zum Schreiben und legen Sie los. Ein gevierteltes Blatt Papier, ein neues Word-Dokument auf Ihrem Computer oder gerne auch unsere Vorlage reichen Ihnen.

Wichtig ist, dass Sie im Rahmen jeder SWOT-Analyse überlegen, für welchen Kontext Sie diese anfertigen. Während die eigenen Stärken und Schwächen auch ganz allgemein bestimmt werden können, benötigen Chancen und Risiken immer die Zuordnung zu einer bestimmten Situation.

Ein Beispiel für eine solche Situation wären die externen Einflussfaktoren für eine wichtige zu treffende Entscheidung…

  • „Kaufe ich mir ein Haus/Auto?“
  • „Will ich meinen Job wechseln?“

…oder aber die Vorbereitung für ein Bewerbungsgespräch…

  • „Um welche Position geht es?“
  • „In welcher Situation befindet sich das Unternehmen und die Branche?“.

Natürlich ist es in diesem Kontext dann auch sinnvoll und wichtig, die interne Analyse ebenfalls in Bezug auf die entsprechende Situation anzufertigen.

Die interne Analyse:

Im Rahmen der internen Analyse beschäftigen Sie sich zuerst mit Ihren Stärken. Im ersten Abschnitt dieses Ratgeber-Artikels haben wir dies bereits in aller Ausführlichkeit getan. Sollten Sie sich noch unsicher mit Ihren Stärken sein, empfehlen wir, sich die entsprechenden Absätze noch einmal anzusehen. Übertragen Sie alle relevanten ermittelten Fähigkeiten und Kompetenzen in das entsprechende Feld.

Genau wie mit Ihren Stärken gehen Sie auch mit Ihren Schwächen vor. Alles, was in Bezug auf den gewählten Rahmen (Vorstellungsgespräch etc.) von Relevanz ist und Ihnen Ihrer Meinung nach zum Nachteil gereichen könnte, sollte aufgenommen werden. Je ehrlicher Sie während dieses Prozesses mit sich selbst sind, desto effektiver wird am Ende die Analyse ausfallen.

Die externe Analyse

Der zweite Teil, die externe Analyse, behandelt die erkennbaren sowie möglichen Chancen und Risiken. Diese sind von externen Faktoren abhängig und können von Ihnen nicht beeinflusst werden. Umso wichtiger ist es deshalb, sie sich bewusst zu machen. Zur Analyse beziehen Sie nun also relevante äußere Einflüsse und Faktoren in Ihre Überlegungen mit ein. Am Beispiel des Vorstellungsgespräches könnten Sie sich unter anderem die folgenden Fragen stellen, um potentielle Chancen und Risiken zu identifizieren:

  • Wie sieht der Wettbewerb in der Branche aus?
  • In welcher Situation befindet sich das Unternehmen, bei dem ich mich beworben habe?
  • Welche Anforderungen und Erwartungen müssen erfüllt werden?
  • Was genau erwarten meine potentiellen Vorgesetzten von ihrem neuen Angestellten?
  • Welche Entwicklungen in meinem persönlichen Umfeld beeinflussen mich?

Es gibt ihm Rahmen der SWOT-Analyse keine eindeutig richtigen oder falschen Fragen bzw. Antworten. Sie ist ein Tool, welches sich sehr individuell an der Situation desjenigen ausrichtet, der Sie anfertigt. Wenn Sie also eine Sache als wichtig empfinden, dann nehmen Sie diese unbedingt in Ihre Analyse mit auf. Genauso steht es auch auf der Gegenseite: Wenn Ihnen etwas irrelevant vorkommt, lassen Sie es weg.

Strategien der SWOT-Analyse: Wie bringe ich interne und externe Faktoren zusammen?

Jedes der vier Felder Ihrer SWOT-Analyse ist mittlerweile gefüllt. Wahrscheinlich hat bereits während dieser Analyse ein Denkprozess bei Ihnen begonnen. Viele der Fähigkeiten, Kompetenzen, externen Faktoren und Einflüsse sind Ihnen vielleicht vorher nicht so bewusst gewesen und formen sich nun zusammen zu einem immer klarer werdenden Gesamtbild der Situation.

Um aus der SWOT-Analyse sinnvolle Maßnahmen abzuleiten werden in der Regel vier verschiedene Strategien angewandt. Diese ergeben durch Kombination der Ergebnisse aus den vier Feldern der Tabelle.

Stärken und Chancen. Hier wird positives mit positivem kombiniert. Man spricht deshalb auch von der sogenannten Matching-Strategie. Im Idealfall haben Sie bei dieser Strategie am meisten zu tun und finden viele Aspekte innerhalb Ihrer Stärken, die sich auf mögliche Chancen anwenden lassen. Nutzen Sie Ihre Kompetenzen, um bei sich bietenden Gelegenheiten punkten zu können. Mögliche Beispiele für die Anwendung und Maßnahmen:

  • Sie selbst in genau diesem Moment! Sie befinden sich wahrscheinlich vor einer Situation, die ein gewisses Maß an Selbstreflektion erfordert. Das haben Sie erkannt und bemühen sich deshalb um eine möglichst gute Ausgangssituation. Steht Ihnen also ein Vorstellungsgespräch bevor, ist dies eine sich bietende Chance. Ihre Stärke ist es, die Chance erkannt zu haben und sich auf sie vorzubereiten.
  • Sie sind unzufrieden mit Ihrem aktuellen Job. Nach einer Analyse Ihrer Kompetenzen und Fähigkeiten bewerben Sie sich auf eine freie Stelle, die anscheinend sehr gut zu Ihnen passt. Damit haben Sie eine sich Ihnen bietende Chance genutzt, um Ihre Stärken optimal und in einem angenehmeren Umfeld anwenden zu können.

Stärken und Risiken. Das Ziel dieser Strategie ist es, sich Dank Ihrer vorhandenen persönlichen Fähigkeiten vor möglicherweise auftretenden Risiken zu „schützen“. Diese Methode wird auch Neutralisierungsstrategie genannt. Sie selbst sorgen hier dank Ihrer Kompetenzen dafür, dass sich von Ihnen identifizierte Risiken nicht negativ auf Ihre Person und Situation auswirken.

Ein mögliches Beispiel für die Anwendung und Maßnahmen:

  • Sie erkennen Tendenzen in Ihrer Branche, die den Erwerb von Zusatzqualifikationen erfordern. Das Berufsbild verändert sich vielleicht und Sie möchten nicht den Anschluss verlieren. Sie nutzen Ihre Stärke der Aufgeschlossenheit und melden sich für fachliche Weiterbildungsmaßnahmen an, um das mögliche Risiko der neuen Herausforderungen frühzeitig zu adressieren.

Schwächen und Chancen. Hier gilt es, sich bietende Chancen beim Schopf zu packen und dadurch persönliche Schwächen zu eliminieren und Stärken daraus zu entwickeln. Dies passiert im Zuge der sogenannten Umwandlungsstrategie.

Mögliche Beispiele für die Anwendung und Maßnahmen:

  • Ihnen ist vielleicht bewusst, dass Ihre Fähigkeiten mit dem Datenverarbeitungs-Programm Excel nicht auf dem höchsten Niveau sind. Häufig mussten Sie schon Kollegen zu Rate ziehen, um Aufgaben zu Ende bringen zu können. Vielleicht ist es also an der Zeit, sich weiterzubilden. Viele Unternehmen bieten solche Kurse intern an oder unterstützen Sie bei Ihren Weiterbildungs-Absichten. Nach erfolgreichem Abschluss kann so aus einer Schwäche eine Stärke werden.
  • Vor vielen Leuten sprechen und etwas zu präsentieren liegt eher außerhalb Ihrer Komfort-Zone. Daher versuchen Sie sich so gut es geht vor solchen Situationen zu drücken. Aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Trauen Sie sich mehr zu und gehen Sie in die Offensive. Gehen Sie Schritt für Schritt vor: eine kleine Präsentation Ihrer Arbeit vor Ihrem Chef, ein Vortrag vor den Kollegen im Teammeeting und so weiter. Je mehr Sie üben, desto leichter wird es Ihnen fallen und Sie werden die anfänglichen Probleme schnell vergessen haben.

Schwächen und Risiken. Im Optimalfall finden Sie natürlich nur sehr wenige persönliche Schwächen, die mit erkannten Risiken oder Bedrohungen zusammenfallen. Sobald persönliche Schwächen mit Risiken zusammentreffen, sollten Sie im Zuge einer Vermeidungsstrategie stets darauf aus sein, Schaden von sich fern zu halten. Arbeiten Sie kontinuierlich an Ihren Schwächen, damit Sie weniger Angriffsfläche für potentielle Bedrohungen bieten.

Ein mögliches Beispiel für die Anwendung und Maßnahmen:

  • Sie haben hart dafür gearbeitet und nun ist sie da: Die lang ersehnte Beförderung. Das Problem ist, dass Sie nun Führungsverantwortung haben und dies ist absolutes Neuland für Sie. Es besteht das Risiko, dass Sie für die neuen Herausforderungen nicht optimal gerüstet sind. Es ist wichtig, dass Sie Fehler in der neuen Position vermeiden und sich langsam in der neuen Rolle etablieren.

Die SWOT mit doppelter Sicherheit: Selbst- und Fremdbildanalyse

Bereits im Absatz über Ihre persönlichen Stärken haben wir Sie darauf hingewiesen, dass der objektive Blick einer anderen Person (Familie, Freund*innen, Bekannte, Kolleg*innen etc.) eine große Hilfe sein kann. Vieles spricht also dafür, auch die gesamte SWOT-Analyse in doppelter Ausführung anzufertigen. Der externe Blick eines Mitmenschen verspricht in jedem Fall eine interessante Sichtweise auf Ihre Situation, die Sie sonst nicht kennenlernen würden.

Natürlich sollte die Person Sie und auch Ihre Situation (die Problemstellung für die SWOT-Analyse) kennen, um sich intensiv in die Angelegenheit hineindenken zu können. So erhalten Sie zusätzlich zu der von Ihnen angefertigten Selbstbildanalyse eine Fremdbildanalyse, ebenfalls in Form einer SWOT. Die Ergebnisse sollten Sie gegenüberstellen und vielleicht auch direkt mit der Person diskutieren, um sicherzustellen, dass es nicht zu Missverständnissen kommt.

Beispielhafte SWOT-Analyse

Um den Prozess der SWOT-Analyse noch etwas verständlicher machen zu können, haben wir uns für eine beispielhafte Darstellung auf humoristische Art und Weise entschieden.

 Problemsituation: Schneewittchen bewirbt sich als 8. Zwerg

Stärken:
Schwächen:
bin stets motiviert und gut gelaunt
Habe ein unstabiles persönliche Umfeld
Bringe als Frau eine lang vermisste Sichtweise und Perspektive in eine männerdominierte GruppeBin manchmal zu gutmütig
OrganisationstalentWill es allen recht machen
Bringe Selbstbewusstsein mitReagiere äußerst empfindlich auf bestimmte
Lebensmittel (Äpfle etc.)
Ich bin die Schönste im Land
Chancen:Risiken:
Die Zwerge scheinen jemanden zu brauchen, der
Ordnung in ihren Alltag bringt
Eigentlich gibt es keine freie Stelle in der
Gruppe
Die Zwerge leben abgeschieden vom Rest der WeltMeine Stiefmutter trachtet mir nach dem Leben

Problemsituation: Jogi Löw bewirbt sich als Kindergärtner

Stärken:Schwächen:
Gut im Umgang mit Großgruppen

Wenig Erfahrung in der Betreuung von Gruppen gemischten Geschlechts

Jahrelange Erfahrung in der pädagogischen BetreuungTue mich schwer mit Neuanfängen
Auszeichnungen für meine vorherige Karriere
Bewahre immer die Ruhe
Chancen:Risiken:
Neuanfang nach einem missratenen letzten GroßprojektIch bin ein Quereinsteiger
Kindergärtner werden immer gesuchtRelativ alt für einen Jobwechsel

Fazit

Die SWOT-Analyse ist ein hervorragendes Hilfsmittel, um verschiedenste Situationen im Arbeitsleben auf angemessene Art und Weise analysieren und einschätzen zu können. Im Laufe dieses Ratgeber-Artikels haben Sie gelernt, wie Sie zu Ihren persönlichen Stärken und Schwächen finden und was Sie bei der Erstellung der SWOT-Analyse beachten sollten. Außerdem kennen Sie die wichtigsten Punkte, die es bei der Kommunikation Ihrer persönlichen Stärken und Schwächen im Rahmen eines Bewerbungsgespräches zu beachten gilt. Wenn sie nun noch alle von Seiten des Arbeitgebers gestellten Forderungen erfüllen, sollte einer erfolgreichen Bewerbung nichts mehr im Wege stehen.

Selbstverständlich geben wir Ihnen gerne im persönlichen Kontakt noch weitere Tipps für eine optimale Vorbereitung. Von der professionellen Erstellung Ihres Lebenslaufes, einem ansprechenden Bewerbungsdesign bis hin zum allumfassenden Bewerbungscheck stehen wir Ihnen mit unseren Leistungen gerne zur Verfügung.

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Warum benscon Ihnen neben der SWOT bei Ihrer Bewerbung helfen kann?

Wir sind ein kleines Team von erfahrenen Personalern, die benscon neben der aktuellen Tätigkeit betreiben. In unseren Jobs als Personaler (u.a. Personalleiter oder Personalreferenten) haben wir bereits tausende von Bewerbungen gesichtet. Dadurch haben wir gelernt worauf Unternehmen, Vorgesetzte und die Personalabteilungen achten. Viele Bewerber verschenken hier beim ersten Eindruck wertvolle Punkte. Und werden dadurch bereits in der ersten Runde aussortiert, weil Sie sich nicht die wichtige Frage „wie bewerbe ich mich richtig“ gestellt haben.

Wir möchten unsere Erfahrung zu Ihrem Nutzen einsetzen, damit Ihr erster Eindruck perfekt sitzt! Damit sind wir keine Bewerbungsschreiber, die sich nur auf einen schönen Text konzentrieren, sondern Profis aus der Praxis, die wissen worauf geachtet wird!

 

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Das zeichnet uns aus

Unsere Erfahrung zeigt uns, dass ein Standard Bewerbungsschreiben oder ein nur leicht abgeändertes Muster Anschreiben langweilig zu lesen ist. Oft werden diese gar nicht bis zum Schluss gelesen. Mit einer individuellen und auf das Anforderungsprofil perfekt abgestimmten Bewerbung, erzeugen Sie Interesse beim Leser. Deshalb ist es auch so wichtig sich vorab die Frage zu stellen:  wie bewerbe ich mich richtig? Wir wecken für Sie und mit Ihnen dieses Interesse beim Leser. Unser breiter Erfahrungsschatz verhilft Ihnen zu einem guten ersten Eindruck und erspart Ihnen viel Zeit.

Mit unserem Wissen haken wir an den wichtigen Punkten ein und geben Ihnen eine objektive Rückmeldung. So sorgen wir gemeinsam dafür, dass Sie dank Ihrer Bewerbung im perfekten Licht dastehen.


Vgl. Steinmetz, H., Schupp, U. Erfolgreich bewerben, Düsseldorf,  S. 20 ff.

 
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