Tipp: Stellenanzeigen richtig lesen

Das Potential einer Stellenanalyse nutzen!

Zeit & Geld sparen durch gezielte Stellenanalyse

Eine Stellenanzeige verrät oft, ob es sich um ein seriöses Angebot handelt oder nicht. Es gibt wie überall viele schwarze Schafe. Denen müssen Sie ja nicht auf den Leim gehen. Wenn Sie sich auf die Suche nach einer Stelle begeben, dann sollten Sie zunächst wissen, wie eine Stellenanzeige aufgebaut ist. So erkennen Sie, ob es sich um eine seriöse Stelle handelt.

Stellenanzeigen – zumindest in Tageszeitungen – bieten oft nur wenig Platz. Dementsprechend gibt es nur wenig Möglichkeiten alle wichtigen Informationen darzustellen. Trotzdem müssen alle wichtigen Aspekte enthalten sein, um die richtigen Bewerber/innen anzusprechen.

Wie eine gute Stellenanzeige aufgebaut ist, sehen Sie an folgendem Beispiel:

Stellenanzeige richtig lesen 1
Stellenanzeige richtig lesen 2
Stellenanzeige richtig lesen 3

Analysieren des Anforderungsprofils

Viele Unternehmen hinterlegen oft ein umfangreiches Anforderungsprofil in ihren Stellenanzeigen. So können sich die Bewerber/innen ein Bild davon machen was von ihnen gefordert wird. Es reicht bei Weitem nicht aus, nur ein oder zwei dieser Anforderungen zu erfüllen. Viele Bewerber/innen analysieren diese Stellenanzeigen nicht intensiv genug. Da kann es schnell passieren, dass sie sich an der Stelle vorbei bewerben. So werden meist zu viele Bewerbungen versendet und dementsprechend steigt neben den Kosten meist auch die Frustration.

Lesen Sie das Anforderungsprofil genau und stellen Sie dann diesen Anforderungen Ihre Kompetenzen und Erfahrungen gegenüber. Wenn sich die meisten Kriterien wie “Sehr gute Kenntnisse in …. setzen wir voraus” mit Ihren Kompetenzen decken, können Sie sich ohne Bedenken bewerben. Lassen Sie sich jedoch auch nicht einschüchtern, wenn Sie vielleicht nur 80% der Anforderungen erfüllen… Den oder die 100%-ige(n) Bewerber/in wird es nur selten geben! Neben den vorausgesetzten Anforderungen gibt es auch die “gewünschten” Anforderungen. Diese sollen das Anforderungsprofil abrunden, sind jedoch nicht zwingend. Sie erkennen diese Anforderungen u.a. an Formulierungen wie: “…sind wünschenswert” oder “…wären vorteilhaft”. Wer diese zusätzlichen Anforderungen oder Qualifikationen vorweisen kann, hat sicherlich die besseren Karten im Bewerbungsverfahren.

Fazit

Bevor Sie Ihre Bewerbung erstellen, analysieren Sie zunächst die für Sie interessanten Stellenanzeigen. Gehen Sie Punkt für Punkt die einzelnen Abschnitte durch. Schauen Sie sich genau den Aufbau und die darin enthaltenen Informationen an. Erweckt die Stellenanzeige einen guten und seriösen Eindruck, dann gleichen Sie die Anforderungen mit Ihren Kompetenzen ab. Wenn Sie die geforderten und auch gewünschten Anforderungen erfüllen können, dann starten Sie mit Ihrer Bewerbung! Viel Erfolg!

Aufbau einer Stellenanzeige

1. Informationen zum Unternehmen:

  • Größe, Marktstellung, Standort
  • Branche, angebotene Dienstleistung/Produkte
  • Unternehmensphilosophie

(bei kleineren Unternehmen fällt die Darstellung geringer aus)

Steht jedoch nur: „Firma XY sucht…“ sollten Sie vorsichtig sein und ggf. bei dem Unternehmen anrufen oder sich über das Internet informieren!

2. Position/Aufgaben:

  • gesuchte Stelle/Funktion
  • Art des Arbeitsverhältnisses
  • Aufgabenbereich/Aufgabenschwerpunkte
  • Einstellungsdatum (optional)

3. Anforderungsprofil:

  • Ausbildung/Studium
  • Berufserfahrung
  • Zusatzqualifikationen
  • Soft Skills

4. Kontaktdaten des Unternehmens:

  • Anschrift (optional)
  • Ansprechpartner/in
  • telefonische Erreichbarkeit
  • E-Mail-Adresse/Link zur Online-Bewerbung

Vgl. Steinmetz, H., Schupp, U. Erfolgreich bewerben, Düsseldorf,  S. 20 ff.

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