Erfolgreich ein Bewerbungsschreiben verfassen – so geht es!

Unser Guide zum Thema “Bewerbung schreiben” – Wertvolle Tipps und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für alle wichtigen Bestandteile einer Bewerbung

Wer eine neue Anstellung sucht, hat vielfältige Möglichkeiten, passende Angebote zu finden. Neben der Bundesagentur für Arbeit (im Volksmund auch Arbeitsamt genannt) gibt es im Internet zahlreiche, teilweise auch auf bestimmte Arbeitsfelder spezialisierte Jobbörsen. Viele große Unternehmen verfügen über eigene Portale, auf denen offene Stellen ausgeschrieben werden. Abseits des Internets können sich Arbeitsuchende durch die Anzeigenteile diverser Zeitungen wühlen oder natürlich auch auf Mundpropaganda hoffen.

Recherche zum Verfassen einer Bewerbung. Hier gibt es vom Anschreiben bis hin zum Layout bestimmte Punkte, die beachtet werden sollten.

Die Stellenanzeige – Der Einstieg zur Jobbörse

Auf den ersten Blick kann eine Stellenausschreibung perfekt klingen. Doch um diese Anzeige auch wirklich zu verstehen, sollten Sie sie mehrmals lesen und genau analysieren. Zunächst einmal geht es um die Überprüfung der formalen Richtigkeit. Stellenanzeigen von unseriösen Arbeitgebern können Sie relativ leicht an fehlenden Angaben zu Firmendetails, auffälligen E- Mail- Adressen oder Handynummern als einzige Möglichkeit der Kontaktaufnahme erkennen. Wird in diesem Zusammenhang auch noch ein überdurchschnittlich hohes Einkommen in Aussicht gestellt, sollten Sie die Finger von diesem Inserat lassen.

Aber auch in seriöse Stellenanzeigen finden sich oft versteckte Details, die dem unerfahrenen Bewerber nicht gleich ins Auge stechen. Verlangt das Unternehmen beispielsweise Reisebereitschaft, bedeutet das im Normalfall nicht, dass Sie ein paar Mal pro Jahr unterwegs sein werden, sondern wesentlich öfter.

Ist hohe Belastbarkeit ein Aufnahmekriterium, so rechnen Sie am besten mit harter Arbeit und vielen Überstunden. Mit leistungsbezogener Vergütung meint der Arbeitgeber auch nicht unbedingt, dass Sie für außergewöhnlich gute Leistungen langfristig mehr verdienen werden, sondern wahrscheinlich eher, dass Sie Ihr Gehalt nur durch Erfolgsprämien erhöhen können. Dies sind nur einige wenige Beispiele für die vielen Codes, mit denen Unternehmen mittlerweile bei der Erstellung von Stellenausschreibungen arbeiten. Deshalb ist es wichtig, auch zwischen den Zeilen zu lesen, um am Ende keine bösen Überraschungen zu erleben.

In Stellenanzeigen gibt es zwei Arten von Anforderungen an den Bewerber. Die in jedem Fall verlangten Anforderungen sind üblicherweise an Floskeln wie „Wir setzen voraus“ oder „Wir erwarten“ zu erkennen, während solche, die nicht unbedingt erforderlich sind, durch Formulierungen wie „Idealerweise“, „Wünschenswert“ oder „Im besten Fall“ gekennzeichnet sind.

Nach der genauen Überprüfung der Anzeige kommt der erste Brocken Arbeit. Selbstkritisch sollten Sie jetzt analysieren, ob Ihre Qualifikationen, Fähigkeiten und auch Ihre Persönlichkeit mit den Anforderungsprofil übereinstimmt und natürlich auch, ob Sie für die angebotene Tätigkeit die notwendige Begeisterung aufbringen. Können Sie diese beiden Fragen positiv beantworten, geht es jetzt daran, eine Bewerbungsmappe zu erstellen. Wahrscheinlich ist Ihnen jetzt schon bewusst, dass es im Bewerbungsprozess nicht einfach nur darum geht, die immer gleiche Musterbewerbung an möglichst viele Unternehmen zu schicken, sondern sich mit jedem Jobinserat aufs Neue auseinanderzusetzen und eine individuelle, an die Stellenausschreibung angepasste Bewerbungsmappe zu erstellen.

Die Bestandteile einer Bewerbung

Damit die Bewerbung zum Erfolg führt, braucht es nicht nur einen korrekt formulierten Lebenslauf und hervorragende Zeugnisse, sondern vor allem ein beeindruckendes Bewerbungsschreiben. Beeindruckend ist hier wörtlich gemeint, denn vor allem mit einem kreativen Bewerbungsschreiben, das der zuständige Personaler einer Firma im Normalfall zu allererst liest, lassen Sie Ihre Bewerbung aus der Fülle an Bewerbungen herausstechen.

Ein überzeugendes Bewerbungsschreiben besteht aus dem korrekten Briefkopf, der Aufmerksamkeit erregenden Einleitung, dem bestechenden Hauptteil, der Anführung der Soft Skills, einem optionalen Teil sowie dem zusammenfassenden Abschluss. Das Verfassen einer Bewerbung ist vergleichbar mit dem Legen eines Puzzles. Wenn nur ein Stein fehlt oder an der falschen Stelle sitzt, passt das gesamte Bild nicht. Ähnlich verhält es sich bei einem Bewerbungsschreiben. Jeder Bestandteil ist wichtig, jede noch so kleine Kleinigkeit zu beachten. Damit Sie in diesem Bewerbungslabyrinth nicht den Überblick verlieren, werden wir uns hier einmal alle Teile einer aussagekräftigen, erfolgsversprechenden Bewerbung genau ansehen.

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Puzzleteil Nummer eins: Der Briefkopf

Der Briefkopf wird oft unterschätzt oder vernachlässigt, dabei ist der formale Aufbau eines Bewerbungsschreibens bereits die erste zu bewältigende Hürde im Bewerbungsprozess. Wird hier geschlampt, wandert die komplette Bewerbungsmappe oftmals sofort in den Papierkorb, ohne dass auch nur eine Zeile des mühsam entworfenen Textes gelesen wurde. Deshalb achten Sie bitte sorgfältig darauf, dass alle formalen Kriterien genau eingehalten werden.

Zum formalen Aufbau eines Bewerbungsschreibens gehören zunächst einmal die persönlichen Daten des Bewerbers in der Kopfzeile. Neben dem Namen und der vollständigen Adresse geben Sie auch Ihre Telefonnummer und E-Mail-Adresse an. Linksbündig darunter folgen die Daten des Unternehmens. Hierzu zählen nicht nur Name und Adresse der Firma, sondern auch unbedingt der Name der für die Bewerbung zuständigen Person. Sollten Sie diesen nicht kennen, weil er aus der Stellenausschreibung nicht hervorgeht, zögern Sie nicht, sich telefonisch in der Zentrale oder im Personalbüro nach Ihrem Ansprechpartner zu erkundigen.

Wieder darunter aber rechtsbündig ist Platz für Ort und Datum. Vor allem bei gespeicherten Vorlagen kommt es leider hin und wieder vor, dass Bewerber vergessen, das Datum zu aktualisieren. Deshalb kontrollieren Sie diese vermeintliche Kleinigkeit bitte immer sehr genau! Ein bis zwei Zeilen darunter, diesmal wieder linksbündig steht der Betreff: „Bewerbung als xxxxx“, falls vorhanden geben Sie hier auch die Referenznummer der Stellenausschreibung an.

Darunter folgt die Anrede. Statt der zu sehr nach Postwurfsendung klingenden Formulierung „Sehr geehrte Damen und Herren“ wird der Ansprechpartner, dessen Name ja bereits für den Adressblock recherchiert wurde, hier persönlich mit „Sehr geehrter Herr…“ oder „Sehr geehrte Frau…“ angesprochen.

Puzzleteil Nummer zwei: Die Einleitung

Nach dem formal richtigen Briefkopf ist die Einleitung der zweite Teil Ihrer Bewerbung, den der zuständige Personaler lesen wird. Deshalb ist es wichtig, hier einen guten Eindruck zu hinterlassen und Neugierde auf Ihre Person zu wecken.

Zeigen Sie deshalb schon in den ersten Sätzen Ihres Bewerbungsschreibens, dass Sie sich mit dem potenziellen Dienstgeber auseinandergesetzt haben und Überlegungen angestellt haben, warum genau Sie der perfekte Bewerber für die ausgeschriebene Stelle sind. Die Einleitung soll daher kreativ und selbstbewusst, aber auf keinen Fall überheblich wirken und bereits Antworten auf die Fragen nach Qualifikation und Motivation liefern. Beschreiben Sie kurz und knackig Ihre Begeisterung für die Tätigkeit und das Unternehmen und liefern Sie eine Begründung dafür, warum ausgerechnet Sie anderen Bewerbern vorzuziehen sind.

Bei langweiligen Floskeln oder Sätzen, die offensichtlich aus vorgefertigten Textbausteinen zusammengesetzt sind, verliert der Leser schnell das Interesse. Es ist im Normalfall auch nicht nötig, darauf einzugehen, wo Sie die betreffende Stellenanzeige gelesen haben. Einleitungssätze wie „Ich habe in der Tageszeitung xy gelesen, dass Sie einen……. suchen“ sind den Informationsgehalt betreffend leider vollkommen wertlos, da der Personaler ohnehin weiß, wo er inseriert hat.

Eine weitere Fehlerquelle liegt in der Verwendung des Konjunktivs. „Ich hätte Interesse“ klingt wesentlich schwammiger als ein direktes „Ich habe großes Interesse“. „Hiermit würde ich mich gerne um die ausgeschriebene Stelle als xxx bewerben“ wirkt nichtssagend und unsicher. Stattdessen sollten Sie bereits zu Beginn versuchen, Ihre Qualifikation und Motivation in den Vordergrund zu stellen und interessante Informationen zu liefern, zum Beispiel so: „Seit 13 Jahren bin ich im Bereich xxx tätig. Aber erst beim Lesen Ihrer Stellenanzeige habe ich meinen Traumjob gefunden! Die Herausforderungen und Möglichkeiten, die diese Anstellung bietet, haben mich sofort begeistert.“

Puzzleteil Nummer drei: Der Hauptteil

Jetzt geht’s ans Eingemachte! Der Hauptteil des Bewerbungsschreibens bietet die Möglichkeit, sich selbst und Ihre Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen ins Rampenlicht zu stellen. Dazu stellen Sie Parallelen zwischen den Anforderungen an die Bewerber und Ihre eigenen Fähigkeiten, die Sie durch Ihre Ausbildung und Ihre bisherigen Tätigkeiten erworben haben, her. Zählen Sie Ihre Kompetenzen nicht nur auf, sondern erläutern Sie auch, wie Sie diese erworben und in Ihrem bisherigen Berufsleben angewandt haben. Auch die genaue Beschreibung Ihrer bisherigen Tätigkeiten ist wichtig. Nur so kann Ihr potenzieller Arbeitgeber erkennen, dass Sie sowohl den Aufgaben gewachsen sind als auch verstanden haben, welche Anforderungen im neuen Job an Sie gestellt werden. „Ich konnte bereits Erfahrungen im Bereich der Assistenz der Geschäftsführung sammeln.“ sagt nichts über Ihr bisheriges Betätigungsfeld aus. Versuchen Sie stattdessen, Ihre bisherigen Tätigkeiten genau zu umreißen: „In meiner bisherigen Position als Assistent der Geschäftsführung gehörten sowohl die Organisation des Sekretariats, die Planung von Terminen und Reisen, die Vor- und Nachbereitung von Tagungen und die Erstellung von Reports und Analysen zu meinen Aufgabenbereichen.“

Überlegen Sie in diesem Zusammenhang aber genau, auf welche Ihrer Fähigkeiten es im zukünftigen Job wirklich ankommt. Erfahrungen im Bereich der Kinderbetreuung sind demnach nur dann wichtig und erwähnenswert, wenn Sie sich für einen Job in diesem Bereich bewerben. Streben Sie also eine Anstellung in einem Büro oder in einem Handwerksberuf an, sollten die aufgelisteten Kenntnisse und Erfahrungen sich für diesen Bereich eignen. Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse der Stellenausschreibung nicht zu 100% entsprechen, sollten Sie nichts erfinden oder beschönigen. In den meisten Fällen wird das Anforderungsprofil nicht exakt erfüllt werden. Deshalb konzentrieren Sie sich am besten auf die Punkte, bei denen eine Übereinstimmung zwischen Ihrem Profil und dem Anforderungskatalog besteht.

Um herauszustreichen, dass Sie nicht einfach nur auf der Suche nach irgendeinem Job sind, sondern genau diesen Job unbedingt wollen, ist es notwendig, einen Bezug zum Unternehmen herzustellen. Dadurch vermitteln Sie den Eindruck, dass Sie sich über den Betrieb kundig gemacht haben und sich bereits mit Ihrem neuen Arbeitgeber identifizieren. Nichts ist weniger Erfolg versprechend, als eine Massenbewerbung, die wortgleich an 20 verschiedene Unternehmen geschickt wird. Jeder halbwegs erfahrene Personaler wird das Muster sofort erkennen und die Bewerbung aussortieren.

Im Hauptteil geht es also nicht darum, einfach den Lebenslauf auszuformulieren, sondern ein detailliertes Bild von sich selbst zu zeichnen, um dem Personaler so einfach wie möglich zu machen, sich für Sie als zukünftigen Mitarbeiter zu entscheiden.

Puzzleteil Nummer vier: Die Soft Skills

In jedem Bewerbungsschreiben muss Platz für die Beschreibung persönlicher Stärken sein, deren Notwendigkeit entweder ohnehin in der Stellenausschreibung erwähnt wird, oder sich aus der Stellenbeschreibung ergibt. Hier geht es selbstverständlich nicht darum, ob jemand pünktlich, zuverlässig oder fleißig ist, denn diese Eigenschaften werden ohnehin vorausgesetzt und müssen deshalb auch nicht ausdrücklich betont werden. Ist in der Ausschreibung aber die Rede von eigenständigem Arbeiten oder ausgeprägter Teamfähigkeit, untermauern Sie in diesem Abschnitt am besten anhand von Beispielen, dass Sie über die geforderten Eigenschaften verfügen.

Gut zu Wissen!

Da es nicht immer ganz leicht ist, seine persönlichen Stärken zu finden und auch so zu beschreiben, dass es nicht überheblich klingt, bieten wir als Hilfe einen Ratgeber-Artikel zum Thema Persönliche Stärken und Schwächen an.

Puzzleteil Nummer 5: Der optionale Teil

In diesem Abschnitt ist Platz für die Beantwortung von Fragen, die sich aus der Stellenausschreibung ergeben. Dabei kann es sich um Gehaltsvorstellungen, Beschäftigungsart (Voll- oder Teilzeit), mögliche Beschäftigungsorte oder ähnliche Punkte handeln.

Selbstverständlich ist es nicht vorteilhaft, diese vom Arbeitgeber gestellten Fragen nicht oder nur unzureichend zu beantworten und sich auf ein etwaiges Vorstellungsgespräch zu verlassen, denn dadurch vermitteln Sie nicht etwa Flexibilität oder Bescheidenheit, sondern zeigen (unfreiwillig), dass Sie die Stellenanzeige entweder nicht genau gelesen haben, oder derartigen Fragen lieber aus dem Weg gehen wollen.

Puzzleteil Nummer 5.1: Die Formulierung der Gehaltsvorstellungen

Natürlich gibt es einfachere Dinge, als in einer Bewerbung über seine Gehaltsvorstellungen zu schreiben, doch ignorieren darf man eine solche Aufforderung, sofern sie in der Stellenausschreibung steht, auf keinen Fall.

Gibt es in der Bewerbung keine Antwort auf die Frage nach der Gehaltsvorstellung, wird die Bewerbungsmappe mit größter Wahrscheinlichkeit aufgrund dieses Mangels aussortiert, denn kein Unternehmen möchte einen Mitarbeiter, der problematische Aufgabenstellungen negiert. Auch ein Vertrösten auf später („Meine Gehaltsvorstellungen werde ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch darlegen.“) ist keine Option, denn kein Personaler möchte seine Zeit mit einer Wundertüte verschwenden. Selbstverständlich ist es nicht einfach, sich selbst finanziell zu bewerten. Deshalb nehmen Sie sich für diesen Punkt bitte die notwendige Zeit, um hier eine Formulierung zu verfassen, die sowohl inhaltlich als auch formal passend ist. Folgende Formulierungen sind möglich:„Ich stehe Ihnen für ein Jahresgehalt von XXX€ zur Verfügung.“ Oder „Aufgrund meiner Qualifikation halte ich ein Jahresgehalt von XXX€ für angemessen.“

Vor allem für Berufsneulinge oder Quereinsteiger kann es recht schwierig sein, die Höhe des angemessenen Gehalts herauszufinden. Sind Sie nicht sicher, wie hoch das Gehalt für die ausgeschriebene Position sein soll, recherchieren Sie im Internet oder starten eine Umfrage im Verwandten- und Bekanntenkreis. Zu hoch sollten die Gehaltsvorstellungen auf keinen Fall angesetzt werden, da hier schnell der Anschein von Selbstüberschätzung entstehen kann. Zu niedrige Gehaltsvorstellungen wiederum erzeugen den Eindruck von einem geringen Selbstwertgefühl oder sogar Verzweiflung, den Job um jeden Preis (in diesem Fall dann unter jedem Preis) haben zu wollen. Was im ersten Moment als Vorteil für den Arbeitgeber erscheint, hat oft die negative Begleiterscheinung, dass schlecht bezahlte Mitarbeiter bei der nächsten Möglichkeit in ein anderes Unternehmen wechseln. Daher ist es optimal, wenn die Höhe des geforderten Gehalts im Durchschnittsbereich oder sogar leicht darüber liegt.

Für Rechtfertigungen ist im Bewerbungsschreiben kein Platz, Ihre Argumente werden aber im persönlichen Gespräch Gehör finden. Bedenken Sie auch, dass es sich bei dem von Ihnen angegebenen Wunschgehalt immer nur um die Verhandlungsbasis handelt und der Personaler Ihnen auch ein niedrigeres Angebot machen kann. Ebenfalls zu beachten ist die Tatsache, dass das Wunschgehalt immer als Jahresbrutto angegeben wird. Sie sollten bei der Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung also stets vor Augen haben, wie viel im Endeffekt als Monatsnetto übrigbleibt.

Puzzleteil Nummer 6: Der Schluss

Der letzte Absatz stellt noch einmal eine große Herausforderung dar, denn Sie wollen ja nicht mit einer abgedroschenen Abschlussfloskel den bisher guten Eindruck zerstören, sondern mit Ihrer Bewerbung in Erinnerung bleiben und den Personaler vor allem auch dazu bringen, sich interessiert mit den weiteren Bestandteilen Ihrer Bewerbungsmappe auseinanderzusetzen.

Das gelingt am besten mit einer nochmaligen Bekräftigung Ihres Interesses an der ausgeschriebenen Stelle sowie einer Information über den frühestmöglichen Zeitpunkt für einen Arbeitsbeginn. Auch ein Hinweis auf die Bereitschaft zu einem Vorstellungsgespräch passt gut in diesen Absatz. Mögliche Varianten eines Abschlusses können wie folgt lauten:

  • „Habe ich Sie mit meiner Bewerbung überzeugt? Dann freue ich mich darauf, Sie bei einem persönlichen Gespräch kennenzulernen und Sie von meinen Fähigkeiten überzeugen zu dürfen.“
  • „Ich freue mich darauf, Sie bei einem persönlichen Gespräch, für das ich jederzeit zur Verfügung stehe, von meinen Qualifikationen und Fähigkeiten zu überzeugen.

Wenn die Frage nach dem frühestmöglichen Eintrittstermin zu beantworten ist, biete sich diese Lösung an:

  • „Ab dem 1. 1. 2020 stehe ich Ihnen hochmotiviert zur Verfügung. Gerne überzeuge ich Sie aber jederzeit in einem persönlichen Gespräch von meinen Fähigkeiten und Fertigkeiten.“

Auch hier verwenden Sie bitte keinesfalls den Konjunktiv! „Ich würde mich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch sehr freuen.“ oder „Ich könnte mir vorstellen, für ein Jahresgehalt von 37 000€ zu arbeiten.“ sind aufgeweichte Formulierungen, die kein Personalchef lesen will. Zu guter Letzt fehlt nur noch die Abschlussfloskel, bei der man ruhigen Gewissens auf das altbewährte „Mit freundlichen Grüßen“ zurückgreifen darf und dann ist die erste große Hürde im Bewerbungsprozess genommen.

Puzzleteil Nummer 7: Layout und Kontrolle

Haben Sie das Bewerbungsschreiben ordnungsgemäß getippt, müssen Sie es nun noch formatieren. Grundsätzlich gilt, dass das Bewerbungsschreiben nicht mehr als eine A4- Seite einnehmen soll.

Wählen Sie eine Schriftart und Schriftgröße so, dass die Bewerbung gut und angenehm lesbar ist. Zu verspielt sollte die Schriftart auf keinen Fall sein, denn das zeugt von fehlender Seriosität. Für alle anderen selbst erstellten Dokumente Ihrer Bewerbungsmappe verwenden Sie selbstverständlich dieselbe Schriftart.

Die Schriftgröße bewegt sich im Idealfall zwischen 10 pt. und 12 pt. Begehen Sie nicht den Fehler, die Schriftgröße extrem zu verkleinern, um mehr Information auf der Seite unterbringen zu können, oder aber die Schrift zu vergrößern, um zu kaschieren, dass Ihre Bewerbung eigentlich recht kurz ist. Die optische Trennung der einzelnen Teile der Bewerbung durch den Einbau von Absätzen sorgt für einen guten Gesamteindruck und vor allem für eine leichtere Lesbarkeit des Textes.

Sind Sie mit dem Layout zufrieden, kontrollieren Sie den Text und auch den Briefkopf bitte noch einmal sehr genau. Rechtschreib- oder Grammatikfehler sind der Todesstoß für jede noch so kreative und interessante Bewerbung. Das Dokument ausschließlich durch die Rechtschreibprüfung Ihres Textverarbeitungsprogramms zu jagen, genügt hier nicht, denn Grammatik- oder Ausdrucksfehler werden davon nicht immer erkannt.

Im besten Fall lassen Sie Ihre Bewerbung auch von Verwandten oder Freunden Korrektur lesen. Manchmal werden von Außenstehenden nicht nur Fehler gefunden, sondern auch wertvolle Inputs für passendere Formulierungen gegeben. Überprüfen Sie vor dem Absenden der Bewerbungsunterlagen auch noch einmal die Richtigkeit von Ort, Datum und Unternehmensdaten sowie die korrekte Anrede des Empfängers.

 

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Wie bewerben sich SchülerInnen und Studierende am besten?

Bewerben sich Schüler oder Studenten um einen Sommerjob oder einen Praktikumsplatz, sind die Maßstäbe natürlich etwas anders, als bei Bewerbern, die bereits lange im Berufsleben stehen.

Schüler und Studenten verfügen im Normalfall nicht über langjährige Kenntnisse in einem bestimmten Bereich und können daher nur mit ihrer Ausbildung bzw. ihren Interessen und Erfahrungen, die hauptsächlich in der Freizeit gesammelt wurden, punkten. Daher sollte in einer Bewerbung das Hauptaugenmerk darauf gelegt werden, welche für das Praktikum oder den Sommerjob relevanten Qualifikationen bereits während der Ausbildung, durch freiwillige Aktivitäten oder die Ausführung bestimmter Hobbys gesammelt werden konnten. 

Besonders wichtig ist es in diesem Fall, die hohe Motivation für den Job glaubwürdig zu transportieren und die eigenen positiven Eigenschaften hervorzuheben. Die Begründung, warum genau dieser Arbeitgeber und genau diese Tätigkeit für den Bewerber so interessant ist, spielt in der Bewerbung ebenfalls eine wichtige Rolle.

Die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz

Auch bei Azubis ist eine korrekte, kreative und überzeugende Bewerbung der wichtigste Meilenstein auf dem Weg zum Ausbildungsplatz. 

Wichtig ist es hier, sich bereits vor Beginn des Bewerbungsprozesses intensiv mit dem eigenen Berufswunsch auseinanderzusetzen und die beruflichen Anforderungen mit den eigenen Wünschen, Fähigkeiten und schulischen Qualifikationen in Einklang zu bringen. Im Klartext bedeutet das, dass realistisch überprüft werden soll, ob der angehende Azubi aufgrund seiner Kenntnisse, seiner Persönlichkeit und seiner körperlichen Voraussetzungen überhaupt dazu in der Lage ist, einen bestimmten Beruf auszuüben, denn davon muss der Bewerber den Personalchef glaubhaft überzeugen. Aufgrund der fehlenden Berufserfahrung funktioniert diese Überzeugungsarbeit nur durch die detaillierte Beschreibung des Interesses für den Beruf und der persönlichen Eigenschaften, die der Bewerber mitbringt.

Auch hier gilt natürlich, dass in der Bewerbung unbedingt der Bezug zum Unternehmen, bei dem man sich bewirbt, gegeben sein muss. Bei einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz im Einzelhandel in einem Möbelhaus wäre folgende Formulierung denkbar:

  • „Schon vor langer Zeit habe ich mein Interesse für hochwertige Möbelstücke und insbesondere die Inneneinrichtung entdeckt. Es macht mir Spaß, mich über die neuesten Einrichtungstrends zu informieren. Freunden und Verwandten habe ich schon oft bei der Neugestaltung ihrer Wohnungen geholfen.“

Erfolgt die Bewerbung allerdings in einer Modeboutique, ist das Interesse für Einrichtung und Möbelstücke uninteressant und kann unerwähnt blieben.

Mit Fleiß zum Erfolg

Bedenken Sie, dass nicht alle Bewerbungen gleich sind und daher auch nicht für alle Bewerbungsschreiben die gleichen Maßstäbe anzusetzen sind. Deshalb versuchen Sie bitte nicht, Zeit und Energie zu sparen, indem sie auf bereits vorhandene Bewerbungen zurückgreifen, nur weil Sie mit der Formulierung zufrieden sind oder aufgrund dieser Bewerbung bereits zu einem persönlichen Gespräch eingeladen wurden. Jedes Bewerbungsschreiben sollte individuell an das Unternehmen, die Anforderungen und nicht zuletzt die Umstände angepasst werden, um so aus der Masse der Bewerbungen herauszustechen.

Zur Unterstützung in der schwierigen Bewerbungsphase haben wir einige hilfreiche Modellbewerbungen als kostenlose Downloadvorlagen für Sie zusammengestellt. Doch bedenken Sie, dass Sie jeder Bewerbung immer auch Ihre eigene persönliche Note geben sollten!

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Vgl. Steinmetz, H., Schupp, U. Erfolgreich bewerben, Düsseldorf,  S. 20 ff.

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